[Rezension] Urbat - Die dunkle Gabe

Urbat: Die dunkle Gabe - Bree Despain, Andreas Brunstermann

Grace Divine führt ein perfektes Leben: Als Pfarrtochter verbringt sie neben der Schule ihre Zeit, indem sie Obdachlosen und Bedürftigen hilft, sie hat eine wundervolle Familie und der angesagteste Typ der Schule steht auf sie. Doch plötzlich steht in ihrem Kunst-Leistungskurs Daniel vor ihr. Daniel, der beste Freund ihres Bruders Jude und ihre erste Liebe. Daniel, der sogar eine Zeitlang bei ihnen lebte, und dann auf einmal verschwand, an jenem Abend vor 3 Jahren, an dem sie Jude blutüberströmt vor dem Haus fand. Jener Abend, über den in der Familie Divine niemals gesprochen wird, über den nur Daniel selbst, Jude und Grace‘ Eltern Bescheid wissen.

 

In dem Moment, in dem Grace ihrer Familie gegenüber erwähnt, dass sie Daniel wieder getroffen hat, beginnt die Fassade der heilen Familie zu bröckeln. Ihre Eltern fangen an, sich hinter geschlossenen Türen zu streiten und Jude zieht sich immer weiter von Grace zurück und verlangt von ihr, sich von Daniel fern zu halten. Doch Grace möchte Antworten: Was ist an jenem Abend passiert? Was machte Daniel von Judes bestem Freund zu seinem Feind?

 

Nach und nach erfährt sie die Antworten, und diese liegen jenseits von allem, was sie für möglich gehalten hätte.

 

Urbat – Die dunkle Gabe ist der Auftakt zu einer Trilogie und der Debüt-Roman der amerikanischen Autorin Bree Despain. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 17-jährige Pfarrtochter Grace Divine, aus deren Perspektive die Handlung erzählt wird. Dadurch, dass Grace selbst anfangs nicht weiß, was eigentlich los ist, geht es dem Leser genauso und er entdeckt die Wahrheit gemeinsam mit ihr.

 

Die erste Hälfte des Buches wirkt wie eine Einleitung in die Geschichte, erst dann kommt Grace langsam hinter die Wahrheit und die Fantasy-Elemente der Trilogie kommen zum Tragen. Auch vorher ist es nicht langweilig, da man erfahren will, was eigentlich los, ab der Hälfte nimmt die Geschichte jedoch erst richtig an Fahrt auf.

Alles in allem ist Urbat – Die dunkle Gabe ein gutes Buch. Durch die „Familien-Krise“, die durch Daniels Rückkehr entsteht und die Religiosität von Grace‘ Familie kommen neue Elemente in die Jugend-Fantasy-Highschool-Romanze, und vor allem das Ende weiß zu überraschen und macht neugierig auf die Fortsetzung.